Der letzte Post hier ist nun schon mehr als ein Jahr alt und wenn mich nicht alles täuscht, wird sich das auch in Zukunft nicht mehr grundlegend ändern. Der 5. Geburtstag von WoW in eXcess, der Fall Lichkönigs, ein neues Addon... all diese Dinge kamen und gingen, im Blog herrschte jedoch gespenstische Stille.
Für mich ist das ein Zeichen, dass sich etwas grundlegend geändert haben muss. Die Generation engagierter Spieler um Marcus, Ronny und einige Andere ist nahezu geräuschlos in den Ruhestand oder Altersteilzeit gegangen und Nachwuchs ist nicht in Sicht. Wo sind die Theorycrafter, die Spaß an Optimierung und Entdeckung hatten? Wo bleiben die Forenposts mit immer neuen Skillungsvarianten? Gewiss, noch bemühen sich Einige den Status quo halbwegs aufrecht zu erhalten und zumindest in Raidinstanzen die historisch gewachsenen Ansprüche zu erfüllen, aber auch deren Nervenkostüm ist offenbar nicht grenzenlos belastbar.
Nun wäre es leicht mit dem Finger auf Blizzard zu zeigen und das Aus- und Wegbleiben von Spielern auf das Spiel selbst zu schieben, aber ich denke nicht, dass es tatsächlich so einfach ist. Objektiv ist das Spiel in seiner Gesamtheit heute besser denn je und ein wenig beneide ich diejenigen Spieler, die erst vor kurzem begonnen haben, die World auf Warcraft zu erforschen. Interessante Questreihen, ein trotz immer wieder auftretender Krisenherde überraschend gelungenes Balancing und extrem ausgefeilte Bosskämpfe lassen das hochgelobte Vanilla-WoW wie einer ferne Karikatur erscheinen.
Andererseits werden diese Spieler wohl nie mehr erfahren, wie unglaublich befriedigend es sich anfühlt, sich zusammen mit vier Freunden Stunde um Stunde durch die Schwarzfelstiefen zu kämpfen und schlußendlich dem Imperator ordentlich auf die Mütze zu geben. Die Spieler haben Fast Food gefordert und bekommen. Objektiv betrachtet ist dieses Fast Food zwar gut bekömmlich, gesund und zumindest größtenteils auch durchaus lecker, aber es macht leider nicht dauerhaft satt. Der Dungeonbesuch ist auf das Betreiben der Spieler hin zur perfekt konsumierbaren Dutzendware geworden, die vom Dungeonbrowser zusammengewürfelten Begleiter unterscheiden sich nicht mehr wahrnehmbar von seelenlosen NPCs. Dabei waren es doch gerade die sperrigen, die unbequemen und manchmal sogar die unzumutbaren Aufgaben, die uns in Erinnerung blieben. Der Triumph ein episches Reittier in einer absolut sinnlosen Tortur errungen zu haben. Mit zwanzig Elixieren gebufft und in ewig erfarmte Ausrüstung gehüllt Ragnaros nach Monaten(!) des Wipens doch noch zu besiegen. Die ewigen Versuche eines Timeruns in Zul'Aman - die Liste ließe sich nahezu beliebig erweitern. Aber welche Momente blieben von Wrath of the Lich Kind oder Cataclysm haften?
Nachdem wir im letzten Jahr den Lichkönig besiegt hatten, blitzte dieser alte Ehrgeiz noch einmal bei mir auf. Mit der Truppe schien die Mehrheit der Hardmodes machbar und besonders die nahezu perfekte Harmonie der beiden Aushilfsheiler Egwene und Felbion machte mir unheimlich viel Spaß, weil ich absolutes Vertrauen in Sandras Leistung hatte (und sie wohl auch in meinen Anteil). Ich hatte wieder das Gefühl etwas (im Rahmen des Spieles) Schweres gemeistert zu haben und wollte mehr. Und dann passierte das, was mir persönlich den Spaß am Raiden mit WoW in eXcess wohl für immer verdorben hat. Die Anmeldungen brachen weg, wir waren schon froh ab und an wieder mal den Lichkönig zu sehen, von Hardmodes konnte keine Rede sein. Meine Ansprüche waren nicht länger zu denen der anderen Gildenmitglieder kompatibel. Der für mich erste Schritt war den Meisten schon genug. Ich denke jeder weiß, wie tief ich in dieser Gilde verwurzelt bin und wie stark die Bindungen zu vielen von Euch im Laufe der Jahre geworden sind. Ich werde WoW in eXcess nicht mehr verlassen, aber ich werde unter diesen Bedingungen auch nie wieder so viel Zeit und Herzblut investieren. Ich habe reagiert und meine Spielweise umgestellt. Mal findet man mich beim Angeln, mal auf der Hatz nach einem neuen Reittier und hin und wieder mal in einem Dungeon, aber für die Gildenraids gilt für mich: Ganz oder gar nicht. Und Ersteres funktioniert nicht mehr.
In diesem Sinne: Alles Gute zum sechsten Geburtstag WoW in eXcess! Mein Wünsche für das verflixte siebente Jahr sind recht einfach: Werdet Euch gemeinsam darüber klar, wie viel Kraft, Zeit und Lust ihr in das Spiel investieren wollt und steckt Euch entsprechende, realistische Ziele. Und bitte erwartet nicht von Wenigen, dass sie die Bespaßungsmaschinen sind, die für Euch wesentlich mehr Einsatz leben, als ihr selbst zu bringen bereit seid. Um dauerhaft Spaß und Befriedigung aus dem Spiel ziehen zu können, sollten wir uns entweder konsequent mit dem bescheiden und an dem erfreuen, was uns gleichsam im Vorbeigehen in die Taschen fällt oder ebenso konsequent gemeinsam Kraft und Zeit einbringen.
Mittwoch, 3. Februar 2010
Fundstück der Woche
Ich habe hier mal die Spinnweben entfernt und möchte Euch ein Fundstück aus einer anderen Zeit präsentieren, nämlich meinen Tankguide für Palas, entstanden zwischen Dezember 2005 und Januar 2006.
Manches aus der ebenso fernen wie skurrilen Welt von Vanilla-WoW wirkt heute unfreiwillig komisch, aber manches gilt noch heute. Als Schmankerl findet Ihr am Ende des Guides einen Link zu einer damals typischen Diskussion über die Rollen der einzelnen Klassen. Viel Spaß beim Lesen!
Na, habt Ihr Euch erinnert? Hier noch der versprochene Link mit der ersten Version des obigen Guides und einer kleinen Diskussion dazu.
Manches aus der ebenso fernen wie skurrilen Welt von Vanilla-WoW wirkt heute unfreiwillig komisch, aber manches gilt noch heute. Als Schmankerl findet Ihr am Ende des Guides einen Link zu einer damals typischen Diskussion über die Rollen der einzelnen Klassen. Viel Spaß beim Lesen!
Mit dem Patch 1.9 hat sich ja für uns Palas viel geändert. Das Hauptproblem beim Tanken ist, dass wir nach wie vor keine tollen Skills haben, mit denen wir ohne Schaden Aggro erzeugen und andererseits Schaden hauptsächlich durch Mana machen. Also aufgepasst und nachgedacht, es gibt einiges zu sagen.
1. Mitspieler
Zuerst möchte ich mich an die Nicht-Palas unter der verehrten Leserschaft richten. Ja, ein Paladin kann (auch mit 1.9) tanken - und das gar nicht mal schlecht. Allerdings solltet ihr (wie auch beim Krieger) ein paar Rücksichten nehmen, wenn ihr nicht darauf steht plötzlich die Dresche abzubekommen.
Muss ein Jäger, Magier etc. pullen, dann tut er dies mit dem Zauber/Schuss, der die geringstmögliche Aggro verursacht. Es kommt nicht darauf an, dass die Eröffnung besonderes dick Schaden macht, sie soll nur die Aufmerksamkeit des potentiellen Opfers wecken.
Wie ein Krieger auch, muss der Pala nun antanken. Im Regelfall wird das so aussehen, dass er sich einen oder mehrere Gegner zieht und nun etwas Zeit braucht. Er wird den Mob mit einem Siegel richten und dann anfangen so viel Aggro, wie möglich zu ziehen. Nach weiteren 3 bis 4 Schlägen des Palas könnt ihr langsam mit DMG einsetzen.
Sollte während des Kampfes das Kommando "STOP DMG!" kommen, dann heisst das genau das. Stop Damage. Sofort. Nicht "Ist eh fast fertig gecastet.". Nicht "Der Andere hat aber auch noch.". Sofort!
2. Ausrüstung
2.1. Präambel
Das Folgende sollte eigentlich völlig klar sein, aber ich habe es erst gestern falsch gesehen, also hier noch einmal die klare Ansage: Getankt wird mit Schild und einer möglichst schnellen (max. 1.8 Sek.) 1H-Waffe. Steckt Eure 2Hand-Hämmer, -Speere, -Schwerter und -Äxte ganz, ganz weit weg! Der Grund ist eben so simpel wie sinnvoll: Schadensreduktion. Als Tank werdet ihr nicht dafür bezahlt den Mob zu killen, sondern ihm vorzugaukeln, ihr wärt der wichtigste Gegner. Das heisst natürlich, dass ihr die ganze Kloppe abbekommt und das wollt ihr nicht, da Eure Heiler sonst zu sehr in Stress geraten.
2.2. Verteidigungsskill
Die Fähigkeit "Verteidigung" ist Euer bester Freund. Wer sich gut verteidigen kann, der wird weniger (kritische) Treffer hinnehmen müssen und somit weniger Schaden erleiden. Und: Weniger Schaden zu erleiden ist total Euer Freund, ihr seid keine Krieger, die auf Schmerzen stehen! Faustformel: Verteidigung verbessert Ausweichen, Blocken, usw. -> 50 Punkte Defense ergeben insgesamt 06-10% Schadensreduktion.
Items +Verteidgung sind daher fürs erfolgreiche Tanken ein absolutes Muss, ich werde das nicht noch einmal bei den bevorzugten Werten für Items erwähnen, Grundregel ist einfach, dass +def wenn möglich immer drauf sein sollte! Aber seid gewarnt, jeder Krieger wird Euch sofort häuten, falls ihr es wagt auf solche Items Bedarf anzumelden. Tanken dürfen schließlich nur Krieger können und sowieso können sie das Item "besser verwenden". Hier hilft es, völlig schmerzbefreit zu sein und in Kauf zu nehmen, dass man mit bestimmten Kriegern so schnell in keine Instanz mehr gehen wird.
2.3. Waffe und Schild
Eurer Schild sollte mindestens 1900 Rüstung bringen (idealerweise >2200) und wenn möglich hohe Boni auf Ausdauer und Willenskraft mitbringen. Stärke und Beweglichkeit sind nett, aber beim Tanken eher untergeordnet wichtig. Je nach Gegnerschaft können zum Beispiel Feuerwiderstand (MC) oder ähnliches wichtig sein. Besorgt Euch im Zweifel lieber einen weiteren Schild, wenn ihr meint, eine bestimmte Situation könnte das erfordern.
In der Mainhand solltet ihr eine Waffe mit ca. 40 DPS oder mehr tragen. Auch hier sind Willenskraft und Ausdauer eine gute Sache.
Verzaubert sollte der Kram wahlweise mit +Int (Wir machen Schaden über Mana!) oder dem Klassiker +Ausd sein.
2.4. Rüstung & Schmuck
Bei der Rüstung gibt es kein Pauschalrezept, dass auf jeden Gegner passt. Legt Euch am Besten zwei oder sogar mehr Sets bereit, um gegen verschiedene Schadensarten (Waffenschaden, Feuer, Eis, Natur, Schatten) gewappnet zu sein. Generell ist natürlich ein hoher Rüstungswert toll, aber oft genug kann das nicht ausreichend sein.
Hohe Widerstände sind wieder Schadensreduktion und somit gespartes Mana Eurer Heiler. Ihr lebt länger. Vielleicht sogar lang genug, um den Mob fallen zu sehen. g
Grundsätzlich sind natürlich auch hier Ausdauer, Intelligenz, Beweglichkeit und Willenskraft eine tolle Sache, sollten aber wie oben gesagt mit Resistenzen ergänzt werden.
3. Skillung
Leider gibt es nicht DIE ideale Skillung. Blocken als 31er Talent im Def-Tree ist nett, der heilige Schock oder wie das Ding heisst im Holy-Tree ist allerdings auch extrem nützlich.
4. Verhalten
4.1. Antanken
Recht einfach ist das antanken, wenn ihr per Bodypull oder sogar Exorzismus bzw. Heilgem Schock pullen könnt. Ihr werft den Zorn der Gerechtigkeit an, pullt und tusch ihr habt die Aggro, richtet das Monster (je nach Stärke des Mobs und erwarteter Kampfdauer mit dem Richturteil des Kreufahrers oder der Weisheit), knipst das Siegel des Befehls oder der Rechtschaffenheit an und haut dann einfach drauf. Wenn platztechnisch möglich weiht ihr den Boden unter dem Mob und freut Euch über gehörig Extra-Aggro. Ist das Mob nicht gegen stunnen immun, dann wird sobald möglich gestunned und das Siegel des Befehls gerichtet und neu aktiviert. Spätestens jetzt habt ihr das Monster relativ sicher an den Hacken kleben. Bosse werden entsprechend länger angetankt, plant hierfür ruhig ein wenig Zeit ein und richtet noch ein paar mal das Siegel des Befehls oder der Rechtschaffenheit.
Solltet ihr irgendwann die Aggro verlieren oder bemerken, dass es bald soweit sein könnte, dann per Bind "STOP DMG!" spammen, wenn möglich den Gegner stunnen und ein wenig allein auf ihm herumhauen. Das wars dann schon.
Schwieriger sieht es aus, wenn die Mobs durch andere Klassen gepulled wurden. Dem Pala fehlt ein "Sofort-ganz-viel-Aggro"-Talent wie z.B. Taunt. Sorgt daher unbedingt dafür, dass derjenige, der zieht, einen Schuss/Zauber mit geringer Aggro verwendet und stellt Euch kurz vor dem Ziehenden in den Weg des Monsters. Werft den Zorn und wenn möglich die Weihe an, richtet sobald das Mob in Reichweite ist das Segel des Befehls und haut Eurem vorbeilaufenden Ziel gleich noch eine drüber. Im Idealfall reicht das schon aus. Ihr habt die Aufmerksamkeit, jetzt verfahren wie oben beschrieben. Sollte das Monster weiterrennen könnt ihr wahlweise stunnen (braucht man im Zweifel später nötiger) oder mitlaufen und hoffen, dass der Puller nicht panisch mit dem Mob von euch weg läuft. lachend
4.2. Wohin?
Die große Frage ist, was man nun mit dem Monster macht, wenn man seine Aufmerksamkeit hat. Müssen/sollen mehrere Monster gleichzeitig gelegt werden, kann es sinnvoll sein sie auf einen Platz zu ziehen und dort mit AE zu töten. Werden die Monster nacheinander gelegt, ist es übersichtlicher und einfacher sie so zu pullen, dass ein wenig Abstand zwischen den einzelnen Monstern liegt. Im größten Gewühl wird sonst nur versehentlich das falsche Mob ausgewählt etc..
4.3. Kontrolle
In Instanzen haben manche Gegner die unangenehme Eigenart flüchten zu wollen und den Rest der ganzen fiesen, Instanz auf Euch zu hetzen. Oder zumindest fast.Kennt diese Gegner. Richtet diese Gegner RECHTZEITIG mit dem Richturteil der Gerechtigkeit. Beachtet auch die Gegner der anderen Tanks und werft ihnen einen Hammer hinterher, wenn diese flüchten. Merke: Hammer im Rücken sorgt beim Mob für Entzücken.
4.4. NO-GOs
Siegel des Lichts, Siegel der Weisheit sind für den Tank absolute NO-GOs! Licht und Weisheit kann man eventuell nutzen, um den Gegner damit zu richten (wenn man der Heilleistung nicht traut oder viel Mana brauchen wird), danach ist aber Siegel des Befehls oder der Rechtschaffenheit an. Ihr seid nicht dazu da euch zu heilen. Ihr sollt die Aufmerksamkeit des Monsters behalten.
So richtig schlimm wird es aber, wenn ihr den Gottesschild anwerft. PvE-Gegner verlieren im Regelfall fast augenblicklich die Aggro und stürmen dann wild auf Eure Heiler und DamageDealer los. Und dann ist der Wipe fast schon da. Ist die Not wirklich, wirklich groß, dann nutzt Hand auflegen. Kann Euch der Heiler nicht ohne Schild retten, wird es bei richtig knackigen Monstern 61+ Elite, sowieso ein meist Wipe.
5. Dank
Werdet ihr nicht bekommen. Ist man doch von Kriegern gewöhnt, dass das Tanken klappt. Rumstehen und draufhaun kann doch eh jeder. Oder?
So, noch Fragen?
Grüße,
Egwene
Na, habt Ihr Euch erinnert? Hier noch der versprochene Link mit der ersten Version des obigen Guides und einer kleinen Diskussion dazu.
Montag, 9. März 2009
Ein Blick über den Tellerrand
Als ich gestern mein Emails las, fand ich wieder einmal einen offiziellen Warhammer-Online-Newsletter zwischen all dem anderen Spam. Neben der Ankündigung neuer Klassen weckte vor allem die Einladung zum kostenlosen Probespiel meine Aufmerksamkeit. Den aktuellen Raid-Content von WoW habe ich gesehen, Ulduar ist noch ein gutes Stück Weges entfernt, im Grunde wäre dies genau der richtige Zeitpunkt für einen Blick über den virtuellen Gartenzaun.
Der Plan war schnell gefasst. Ich wollte mir den Spiel-Client herunterladen und die Testperiode freischalten, sobald ich wirklich zum Spielen komme. Einen Klick später befand ich mich schon auf dem Weg zur W.A.R.-Homepage und machte mich auf die üblichen Registrierungsangaben gefasst. Doch weit gefehlt! Da ich mich seinerzeit für den Betatest von W.A.R. beworben hatte, hat Electronic Arts "dankenswerter" Weise gleich all meine Daten gespeichert und für diese sofort den Testaccount freigeschaltet. Zwei mal totales Versagen seitens EA innerhalb weniger Sekunden - und das auch noch bevor auch nur irgendetwas Anderes getan hatte, als den Link in einer Email anzuklicken. WOW!
Bereits deutlich angefressen machte ich mich jetzt daran den Testclient herunterzuladen. Der Downloader wirkte zwar recht simpel gestrickt (Zielverzeichnis anyone?!), aber schien seinen Zweck zu erfüllen. Nun, zumindest wärte dieser Eindruck solange, bis ich mehrfach vom TeamSpeak-Server disconnected wurde, weil der Client einfach jede andere Awendung gegen die Wand drückte. Auch das haben Andere (WoW, Steam) mittels niedriger Priorität des Download-Prozesses besser gelöst.
Irgendwann habe ich dann beschlossen den W.A.R.-Client erst über Nacht herunterzuladen, um nicht den ganzen Abend auf den Fortschrittsbalken starren zu müssen. Der Rechner surrte gemütlich, das Zimmer blieb behaglich warm und auch meine heutigen Kopfschmerzen haben sicher andere Gründe. Langer Rede kurzer Sinn: Heute früh ging ich voller Neugier und mit ein wenig Vorfreude zu meinem Computer war gespannt, ob der Download beendet sei. Aber - der geneigte Leser ahnt es wohl bereits - selbstverständlich war wieder einmal etwas schief gegangen. Der Downloader zeigte lediglich eine Debug-Fehlermeldung und reagierte auf keine Eingabe. Ich werde wahrscheinlich nie herausfinden, ob mir Warhammer Online - Age of Reckoning Spaß machen könnte, denn während meine Testzeit gnadenlos tickt, müsste ich den Rechner noch die eine oder andere Nachtschicht einlegen lassen um das Spiel überhaupt einmal installieren zu können.
Aber dennoch hat mich dieser Blick über den Gartenzaun zumindest ein wenig demütiger werden lassen. Wir schimpfen gern über die Kleinigkeiten, die uns an WoW stören und übersehen dabei nur zu oft den hohen Standard, auf dem sich Blizzard und WoW bewegen - und den sie damit für die ganze Branche setzen.
Der Plan war schnell gefasst. Ich wollte mir den Spiel-Client herunterladen und die Testperiode freischalten, sobald ich wirklich zum Spielen komme. Einen Klick später befand ich mich schon auf dem Weg zur W.A.R.-Homepage und machte mich auf die üblichen Registrierungsangaben gefasst. Doch weit gefehlt! Da ich mich seinerzeit für den Betatest von W.A.R. beworben hatte, hat Electronic Arts "dankenswerter" Weise gleich all meine Daten gespeichert und für diese sofort den Testaccount freigeschaltet. Zwei mal totales Versagen seitens EA innerhalb weniger Sekunden - und das auch noch bevor auch nur irgendetwas Anderes getan hatte, als den Link in einer Email anzuklicken. WOW!
Bereits deutlich angefressen machte ich mich jetzt daran den Testclient herunterzuladen. Der Downloader wirkte zwar recht simpel gestrickt (Zielverzeichnis anyone?!), aber schien seinen Zweck zu erfüllen. Nun, zumindest wärte dieser Eindruck solange, bis ich mehrfach vom TeamSpeak-Server disconnected wurde, weil der Client einfach jede andere Awendung gegen die Wand drückte. Auch das haben Andere (WoW, Steam) mittels niedriger Priorität des Download-Prozesses besser gelöst.
Irgendwann habe ich dann beschlossen den W.A.R.-Client erst über Nacht herunterzuladen, um nicht den ganzen Abend auf den Fortschrittsbalken starren zu müssen. Der Rechner surrte gemütlich, das Zimmer blieb behaglich warm und auch meine heutigen Kopfschmerzen haben sicher andere Gründe. Langer Rede kurzer Sinn: Heute früh ging ich voller Neugier und mit ein wenig Vorfreude zu meinem Computer war gespannt, ob der Download beendet sei. Aber - der geneigte Leser ahnt es wohl bereits - selbstverständlich war wieder einmal etwas schief gegangen. Der Downloader zeigte lediglich eine Debug-Fehlermeldung und reagierte auf keine Eingabe. Ich werde wahrscheinlich nie herausfinden, ob mir Warhammer Online - Age of Reckoning Spaß machen könnte, denn während meine Testzeit gnadenlos tickt, müsste ich den Rechner noch die eine oder andere Nachtschicht einlegen lassen um das Spiel überhaupt einmal installieren zu können.
Aber dennoch hat mich dieser Blick über den Gartenzaun zumindest ein wenig demütiger werden lassen. Wir schimpfen gern über die Kleinigkeiten, die uns an WoW stören und übersehen dabei nur zu oft den hohen Standard, auf dem sich Blizzard und WoW bewegen - und den sie damit für die ganze Branche setzen.
Mittwoch, 18. Februar 2009
Der Senftubeneffekt
Was ich in unserem Forum immer wieder beobachte, ist der von mir so genannte Senftubeneffekt.
Jemand erstellt im Forum einen Beitrag zu einem Thema. Ein Beispiel: Der Beitrag zu Lootverteilung im Raid.
Jemand, in diesem Falle Xan, macht die Gilde auf etwas aufmerksam, dass vielleicht nicht ganz in Ordnung ist. Aber mit ein wenig gesundem Menschenverstand sollte schnell alles klar sein. Als Vergleich hierzu: Xan stellt, eine Bratwurst auf den Tisch. Die Gilde steht darum herum, könnte die Bratwurst essen und das Thema ist im wahrsten Sinne der Wortes gegessen. Aber nein, dann geht es los, alle zücken ihre Senftuben und drücken so lange Senf auf das Würstchen bis nur noch Senf zu sehen ist. Von hinten wirft dann plötzlich einer ein Steak auf den Teller und drückt so lange Majo drauf bis einer die Idee hat, dass Ketchup auch ganz gut dazu passen würde.
In Forum sieht dass dann folgendermaßen aus: Nach dem ersten Beitrag, fängt es an. Viele versuchen sich für das Problem zu rechtfertigen "Oh ich habe nie xyz, aber ich bin der Meinung, dass". Diese Texte sind dann auch meist keine Vierzeiler. Nein sie sind so lang, dass ein Verlagshaus ihrer Wahl mit dem Text eine ganze Enzyklopädie zum Thema "WoW und seine schrullige Community" füllen könnte. Doch damit nicht genug, irgendwann sieht man vor lauter Senf das Würstchen nicht mehr. Da nimmt einer ein ähnliches Thema, und beginnt dieses im Thread zu diskutieren, so dass man ganz und gar den Überblick verlieht.
In meinem falle sieht das meistens so auch:
Montag 10:00: Thread wird erstellt
Montag 10:30: Ich sehe den Thread, lese ihn und alles ist gut. Meiner Meinung nach kein weiterer Diskussionsbedarf.
Dienstag 11:00: Der Thread ist inzwischen 3 Seiten lang, und kein Beitrag hat weniger als 300 Wörter.
Dienstag 11:01: Ich lese die Herr-der-Ringe-Trilogie nochmals durch da diese wesentlich weniger Text besitzt.
Wir finden es toll, dass ihr uns Eure Meinung mitteilt, aber bedenkt, dass man nicht immer Lust hat einen riesigen Text am Bildschirm durchzulesen. In der Kürze liegt die Würze!
Alion
Jemand erstellt im Forum einen Beitrag zu einem Thema. Ein Beispiel: Der Beitrag zu Lootverteilung im Raid.
Jemand, in diesem Falle Xan, macht die Gilde auf etwas aufmerksam, dass vielleicht nicht ganz in Ordnung ist. Aber mit ein wenig gesundem Menschenverstand sollte schnell alles klar sein. Als Vergleich hierzu: Xan stellt, eine Bratwurst auf den Tisch. Die Gilde steht darum herum, könnte die Bratwurst essen und das Thema ist im wahrsten Sinne der Wortes gegessen. Aber nein, dann geht es los, alle zücken ihre Senftuben und drücken so lange Senf auf das Würstchen bis nur noch Senf zu sehen ist. Von hinten wirft dann plötzlich einer ein Steak auf den Teller und drückt so lange Majo drauf bis einer die Idee hat, dass Ketchup auch ganz gut dazu passen würde.
In Forum sieht dass dann folgendermaßen aus: Nach dem ersten Beitrag, fängt es an. Viele versuchen sich für das Problem zu rechtfertigen "Oh ich habe nie xyz, aber ich bin der Meinung, dass". Diese Texte sind dann auch meist keine Vierzeiler. Nein sie sind so lang, dass ein Verlagshaus ihrer Wahl mit dem Text eine ganze Enzyklopädie zum Thema "WoW und seine schrullige Community" füllen könnte. Doch damit nicht genug, irgendwann sieht man vor lauter Senf das Würstchen nicht mehr. Da nimmt einer ein ähnliches Thema, und beginnt dieses im Thread zu diskutieren, so dass man ganz und gar den Überblick verlieht.
In meinem falle sieht das meistens so auch:
Montag 10:00: Thread wird erstellt
Montag 10:30: Ich sehe den Thread, lese ihn und alles ist gut. Meiner Meinung nach kein weiterer Diskussionsbedarf.
Dienstag 11:00: Der Thread ist inzwischen 3 Seiten lang, und kein Beitrag hat weniger als 300 Wörter.
Dienstag 11:01: Ich lese die Herr-der-Ringe-Trilogie nochmals durch da diese wesentlich weniger Text besitzt.
Wir finden es toll, dass ihr uns Eure Meinung mitteilt, aber bedenkt, dass man nicht immer Lust hat einen riesigen Text am Bildschirm durchzulesen. In der Kürze liegt die Würze!
Alion
Donnerstag, 8. Januar 2009
Generation DPS
Bei unserem Besuch in AQ40, ist mir etwas Grundlegendes klar geworden: Auch in WoW gibt es mittlerweile eine neue Generation von Helden.
Die neue Generation unterscheidet sich von der Alten im Grunde hauptsächlich darin, an welchen Kriterien sie sich selbst misst. War früher noch ein zumindest grundlegendes Verständnis der Klasse wichtig um als guter Spieler zu gelten so zählt heute nur noch eines: Der Längste... ja, der längste Balken im Damage Meter.
Es gibt Jäger die nicht wissen wofür der Einlullende Schuß gut ist oder was man mit Irreführung bezweckt.
Mages Sheepen erst nachdem man sie mehrfach angebrüllt hat und auch Hexen sind mit dem Verbannen nicht schneller. Alle Hybridklassen haben seltsamerweise vergessen, dass sie auch Heilen können und auf so etwas wie Bedrohung wird ohnehin nicht mehr geachtet.
Wenn aber alte Hasen in der Raidgruppe sind dann hat man als Tank Irreführung auf Cooldown. Man ärgert dich das ein Mob ständig neu gesheept wird, auch wenn man ihn eigentlich pullen wollte und es soll sogar schon passiert sein das ein Mage entflucht hat, obwohl auch ein Druide im Raid war.
Ich weiß das Schaden machen toll ist, schließlich hat man damit harte Zahlen mit deren Hilfe man sich vergleichen kann. Aber aus meiner Sicht ist der Schaden nur zweitrangig. Als Spieler ist man gut, wenn man es schafft als Mage ohne Aufforderung ein Schaf zu setzen weil zum Beispiel der Kollege gerade gestorben ist. Oder wenn man den Heiler am Leben hält weil man als Offtank den Mob kurz wegspottet bis der richtige Tank da ist.
So finde ich sollten sich alle mit den Klassenfertigkeiten die sie haben beschäftigen, und zwar mit jeder Einzelnen, nicht nur mit den Wenigen die den meisten Schaden verursachen. Auch ein Fluch der Erschöpfung kann für Hexer sinnvoll sein oder der gute alte Tritt für die Schurken.
Jeder vernünftige Raid wird sich bedanken, wenn man dafür sorgt dass dem Tank und den Heilern das Leben einfacher gemacht wird, weil man nicht nur wild Schaden fabriziert sondern von Zeit zu Zeit auch einmal den Mob auf andere Weise unschädlich macht.
Die neue Generation unterscheidet sich von der Alten im Grunde hauptsächlich darin, an welchen Kriterien sie sich selbst misst. War früher noch ein zumindest grundlegendes Verständnis der Klasse wichtig um als guter Spieler zu gelten so zählt heute nur noch eines: Der Längste... ja, der längste Balken im Damage Meter.
Es gibt Jäger die nicht wissen wofür der Einlullende Schuß gut ist oder was man mit Irreführung bezweckt.
Mages Sheepen erst nachdem man sie mehrfach angebrüllt hat und auch Hexen sind mit dem Verbannen nicht schneller. Alle Hybridklassen haben seltsamerweise vergessen, dass sie auch Heilen können und auf so etwas wie Bedrohung wird ohnehin nicht mehr geachtet.
Wenn aber alte Hasen in der Raidgruppe sind dann hat man als Tank Irreführung auf Cooldown. Man ärgert dich das ein Mob ständig neu gesheept wird, auch wenn man ihn eigentlich pullen wollte und es soll sogar schon passiert sein das ein Mage entflucht hat, obwohl auch ein Druide im Raid war.
Ich weiß das Schaden machen toll ist, schließlich hat man damit harte Zahlen mit deren Hilfe man sich vergleichen kann. Aber aus meiner Sicht ist der Schaden nur zweitrangig. Als Spieler ist man gut, wenn man es schafft als Mage ohne Aufforderung ein Schaf zu setzen weil zum Beispiel der Kollege gerade gestorben ist. Oder wenn man den Heiler am Leben hält weil man als Offtank den Mob kurz wegspottet bis der richtige Tank da ist.
So finde ich sollten sich alle mit den Klassenfertigkeiten die sie haben beschäftigen, und zwar mit jeder Einzelnen, nicht nur mit den Wenigen die den meisten Schaden verursachen. Auch ein Fluch der Erschöpfung kann für Hexer sinnvoll sein oder der gute alte Tritt für die Schurken.
Jeder vernünftige Raid wird sich bedanken, wenn man dafür sorgt dass dem Tank und den Heilern das Leben einfacher gemacht wird, weil man nicht nur wild Schaden fabriziert sondern von Zeit zu Zeit auch einmal den Mob auf andere Weise unschädlich macht.
Montag, 29. Dezember 2008
Auf nach Northrend - Video
Nach dem erscheinen der zweiten Erweiterung für World of Warcraft hat sich die Gilde auf den Weg gemacht den neunen Kontinent Northrend unsicher zu machen. Ich habe das ganze Video technisch Dokumentiert.
Video bei Youtube
Video bei Youtube
Donnerstag, 27. November 2008
Ein weiterer Link
Während ich eigentlich kein besonderer Freund der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bin, muss ich nun doch einmal einen Artikel verlinken. Keine Angst, es geht nicht um große Politik, sondern nur um unser kleines Hobby. Klick mich!
Freitag, 14. November 2008
/us @ Buffed.de
Mitternachtsverkauf mit Enaya und Bertson im Alexa in Berlin auf Buffed.de. Make me a C-lebrity!
Bilder von den etwas ungewöhnlichen Widmungen auf unseren Collectors Editions folgen.
(Seite 1 von 3, insgesamt 22 Einträge)
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